Mittwoch, 9. Mai 2007
Sitzen auf dem Deck des Schiffes, Musik von Innen, Sonne.
Plakat How to film da Stephansdome RITE über dem Eingang zum A38, wobei RITE mit Klebeband geschrieben steht. Die Intension den Stephansdom in der richtigen Verfassung zu filmen, ein Ritus mit der Videokamera, das filmen soll sinnentlehrt werden, ein Tourismusprogramm, bei dem der Zweck an den Ort gebunden werden soll. Filmen nicht für die Heimat sondern für den entsakralisierten Tourismusraum vor dem ehemals sakralen Stephansdom.
Liz Lunatic filmt und fällt zu Boden, nach genau 6 Minuten und 11 Sekunden, die Kamera zeigt die Zeit, der Film zeigt das Schiff und die Donau, die Kaimauer, eine Übung für den richtigen Dom, die zweite Übung, ein Manöver zu zweit.
Beim Drehen wird Energie freigesetzt, danach Übelkeit , während des Rituals verschwommene Wahrnehmung, Blut schießt in den Kopf.
Ungewollte Kooperation mit dem Filmteam des Fernsehens vor Ort. Eine Holzlatte wurde für das Schild How to film da Stephansdome RITE ausgeliehen, das Schild fällt nach der Aktion in die Donau und schwimmt davon. Der Typ vom Filmteam, der die Latte abgelegt hatte läuft suchend vor uns im Kreis, wir verstehen ihn nicht, Marci will ihn nicht verstehen, wir fotografieren das Fahrrad mit Zebramuster. Der Typ: Wo ist meine Latte? Georg Winter: Welche Latte, du hast sie doch in der Hand?, der Typ: Die Lange, dies ist die Kurze, ein Langer hat meine Latte genommen!
Einer kommt noch mit der Flasche Wein und einer Rinderzunge vorbei.